Hallo liebe Verfolger unseres Blogs,
so langsam geht unsere Reise mit „Lise“ zu Ende. Ich denke wir werden noch lange an diese Reise denken und sehnen uns schon nach der Nächsten.
Heute gibt es mal keine neuen Bilder, da wir eigentlich nur etwas zurückgefahren sind und die schönsten Bilder schon eingestellt wurden. Kurz nach der Abfahrt aus der Kleinseenplatte in Mirow Richtung Mecklenburgische Großssenplatte hatten wir auch direkt die erste und letzte Schleuse. Dumm, dass wir wieder als erstes vor dem Tor standen. Glück, dass wir einen verständnisvollen Schleusenwärter hatten, der lieber langsam geschleust hat und uns dabei einige Tipps gegeben hat. Prima, dass alle Schleusenwärter ein anderes Rezept haben. Also Feststellung des Tages, wie wir es machen, machen wir es falsch. Aber ich denke der Junge aus der letzten Schleuse war auf dem richtigeren Weg. Damit ist gemeint, nah an die Stange ran und dann das Seil über die Klampe ziehen.
Da wir schon ab morgens guten Wind hatten, hat sich „Lise“ auch entsprechend beim Lenken verhalten, ganz weiblich und schön zickig, ich meine natürlich ein toller Zick-Zack-Kurs. Bei dem Wind hatten wir dann auch nicht mehr die richtige Lust auf Schwimmen, aber da wir eh gut in der Zeit waren, haben wir uns noch einen Abstecher nach Röbel gegönnt und dort ne leckere Portion Backfisch mit Pommes genossen. Ist ja auch Bauchtraining.
Der Rückweg über die Müritz wurde dann doch noch zu einem echten Erlebnis. Starker Wind von der Seite, es war nur noch im Schlingerkurs zu fahren, sonst hätte das Bötchen nur noch geschaukelt. Da flogen dann aber mal richtig die ungesicherten Teile von rechts nach links und wieder zurück. Ich glaube Brigitte war leicht angespannt, zu mindestens hat sie es vorgezogen sich an mich festzuhalten. Im Schlingerkurs hieß dann, dass ich das Boot immer im Winkel von 30° bis 45° Grad zu den Wellen gefahren habe und damit wir vorwärts kamen mal noch Backbord in die Wellen rein, dann mal nach Steuerbord im den Wellen leicht von Achtern. War schon ein bisschen spannend und ich war froh später wieder in ruhigeren Gewässern zu sein.
Dann war es aber auch schon soweit und die letzten Manöver in den Marina von Eldenburg standen an. Rückwärts an die Tanke heran. Ging gut mit Bug- und Heckstrahlruder. Dann die letzte Fahrt mit der „schönen Lise“ zum Nachtquartier. Einer der Hafenmeister, der uns auch das Boot übergeben hat, ist dann mit gefahren und hat mir erklärt wie es geht. Eigentlich einfach, aber mir fehlt die Übung. Teilweise war ich auf dem richtigen Weg, aber dann im letzten Moment auch wieder zu ängstlich. Aber auch bei dieser Aktion kamen wir nicht ohne Bug- und Heckstrahlruder aus. Falls mal jemand ein Boot hat, dass auch mal ne Beule ab kann, bitte mir zum Üben zur Verfügung stellen.
Ja, nun liegen wir nach einer traumhaften Woche mit einem Hausboot wieder am Startpunkt und müssen packen. Es war ein Traum, den wir immer geträumt haben und uns nun erfüllt haben. Es ist die Ruhe pur gewesen und trotzdem gab es immer was zu tun. Diese Nacht werden wir noch an Bord verbringen. Morgen früh werden wir die Übergabeprozedur wieder zurück machen. Den Bollerwagen mit unseren Plören voll packen und dann geht es noch einige Tage nach Kühlungsborn in eine Ferienwohnung. Von dort werde ich mich noch mal mit einem Abschlussbericht melden.
Bis dahin und viele Grüße von der schönen Mecklenburgischen Seenplatte
Brigitte und Frank