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Bootsurlaub Bötchen fahren auf der MeckPom-Platte

Bötchen Tour beendet

Hallo liebe Freunde,

nun sitzen wir in unserer Ferienwohnung in Kühlungsborn und vermissen schon die täglichen Aufgaben an Bord, aber wir haben immer noch das Schaukeln in den Knochen. Ist schon komisch, wenn man morgens beim Zähne putzen immer versucht einen kleinen Wellengang auszugleichen.

Die Übergabe am Abschlusstag war genauso entspannt wie die Übergabe am ersten Tag. Da wir nun auch sehr vorsichtig waren, keine komische Experimente versucht und keine Schäden hinterlassen haben, gab es auch kein Mecker vom Vercharterer. Vor der Übergabe noch unsere ganzen Plören von Bord gebracht und dann gings weiter zu unserem nächsten Urlaubsdomizil an der Ostsee.

Das war nun unsere erste Bootstörn und sie war ein voller Erfolg. Wir denken, nein sind uns sicher, dass wir zum Wiederholungstäter werden. Einige Bilder stelle ich noch am Ende dieser Post ein. Abschließend noch ein paar Infos und Adressen von Unternehmen die Reise begleitet haben:

Da war zu erst mal das Thema mit dem Bootsführerschein. Hier habe ich gute Erfahrungen mit dem Bootstrainer Herrn Ludwig gemacht. Unter www.bootstrainer.de findet ihr ihn. Er bietet ein Premiumtraining über ein Wochenende (Freitag, Samstag, Sonntag) an und vermittelt hier alle wichtigen Infos was die Prüfungsfragen betrifft. Vor allem aber gibt er viele wertvolle Tipps aus seinem großen Erfahrungsschatz als Bootsführer preis. Der Unterricht war nie langweilig und was das entscheidende für mich war, er hat alles organisiert. Von der ärztlichen Tauglichkeitsprüfung über die Fahrstunden bis zu den Prüfungsanmeldungen. Sicherlich hätten wir auf der Seenplatte auch über einen sogenannten Charterschein für kleines Geld loslegen können, aber das war mir zu riskant und der Schein hat mir im Nachhinein auch einiges gebracht. Man merkte schon unterwegs, dass einige die Vorfahrtsregeln und die Betonungen nicht beachteten. Das Karten lesen und Erkennen von Gefahrenhinweisen schienen auch teilweise nicht vorhanden zu sein, oder es wurde einfach missachtet und hätte zu Unfällen führen können.

Falls ihr mal ne Nacht in Waren verbringen wollt, ist das Hotel „Alte Warener Zeitung“ eine angenehme Empfehlung. Liegen mitten drin, ist in einem urigen Fachwerkhaus und nicht übertrieben teuer.

Die „schöne Lise“ haben wir beim Yachtcharter Schulz bootsurlaub.de gebucht. Fragt mich bitte nicht warum gerade da, machte irgendwie den besten Eindruck im Internet und ein Telefonat bestätigten dies. Übernommen haben wir das Boot am Hauptsitz in Waren. Die Marina Eldenburg ist wirklich einer der schönsten Anlagen die wir gesehen haben. Liegt etwas südlich von Waren am Reeckensee zwischen Müritz und Kölpingsee. Vor dort aus kann man in viele Richtungen starten. Das Team war absolut professionell und freundlich, so fühlten wir uns von Anfang an gut aufgehoben. Wie schon erwähnt klappte mit den Übergaben alles gut. Das Boot wurde sauber und ordentlich übergeben. Bevor wir an Bord konnten habe Techniker alles geprüft und in Ordnung gebracht (falls was wäre). Alle Boote die wir von Schulz gesehen haben, ob unterwegs oder an den Übergabetagen in der Marina machten einen Top gepflegten Eindruck. Den Eindruck hatten wir nicht von allen Charterunternehmen. Also auch hier wieder unsere Empfehlung.

Die Marinas sind alle unterschiedlich, von guten bis weniger guten Anlagen. Es für das Revier einen Hafenführer, der etwas aussagekräftig ist, aber im Grunde hat man nicht die große Auswahl. Da man dort nur eine Nacht ist, ist es auch nicht wirklich entscheidend. Zur Vorbereitung zuhause und für die Fahrt unterwegs hatte mir die Bücher „Deutsche Binnenwasserstraße 3 – Berlin-Müritz-Dömitz“ und den „Hafenführer für Hausboote – Müritz-Havel-Seenplatte“ in der Buchhandlung meines Vertrauens besorgt. Das Buch „Deutsche Binnenwasserstraße“ ist mehr Karte als Buch, dort sind alle wichtigen Informationen für die Schiffahrt verzeichnet, Warnhinweise und Durchfahrtshöhen hinterlegt. Aber man findet dort auch Kurzinfos zu Orte, Schleusen und Marina. Der Hafenführer beschreibt im Detail alle wichtigen Marinas mit Informationen zu Preisen, Ausstattung und in einer Zeichnung/Karte sind die Gästeliegeplätze vermerkt. Auch gibt es hier noch einige Informationen zur Umgebung der Häfen, wie z.B. Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten.

Bei den Empfehlungen handelt es sich um unsere Erfahrungen, die natürlich nicht repräsentativ sind. Wenn ihr Fragen habt und noch weitere Informationen haben möchtet, freue ich mich auf Eure eMail an:

bufontour@deisenroth.org

Wir hoffen es hat Euch etwas gefallen und konntet etwas an unserem Urlaub teilhaben. In Kühlungsborn erwartet uns nichts wirklich aufregendes, dass unbedingt hier berichtet werden muss. Der Tagesablauf bewegt sich zwischen Schlafen, Essen, Schwimmen, Prominieren usw. Sobald wir wieder eine interessante Tour machen, werde ich natürlich wieder berichten. Also lohnt es sich, sich als Verfolger einzutragen.

Viele Grüße und bis bald
Brigitte und Frank

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Lise ist zurück in ihrem Heimathafen

Hallo liebe Verfolger unseres Blogs,

so langsam geht unsere Reise mit „Lise“ zu Ende. Ich denke wir werden noch lange an diese Reise denken und sehnen uns schon nach der Nächsten.

Heute gibt es mal keine neuen Bilder, da wir eigentlich nur etwas zurückgefahren sind und die schönsten Bilder schon eingestellt wurden. Kurz nach der Abfahrt aus der Kleinseenplatte in Mirow Richtung Mecklenburgische Großssenplatte hatten wir auch direkt die erste und letzte Schleuse. Dumm, dass wir wieder als erstes vor dem Tor standen. Glück, dass wir einen verständnisvollen Schleusenwärter hatten, der lieber langsam geschleust hat und uns dabei einige Tipps gegeben hat. Prima, dass alle Schleusenwärter ein anderes Rezept haben. Also Feststellung des Tages, wie wir es machen, machen wir es falsch. Aber ich denke der Junge aus der letzten Schleuse war auf dem richtigeren Weg. Damit ist gemeint, nah an die Stange ran und dann das Seil über die Klampe ziehen.

Da wir schon ab morgens guten Wind hatten, hat sich „Lise“ auch entsprechend beim Lenken verhalten, ganz weiblich und schön zickig, ich meine natürlich ein toller Zick-Zack-Kurs. Bei dem Wind hatten wir dann auch nicht mehr die richtige Lust auf Schwimmen, aber da wir eh gut in der Zeit waren, haben wir uns noch einen Abstecher nach Röbel gegönnt und dort ne leckere Portion Backfisch mit Pommes genossen. Ist ja auch Bauchtraining.

Der Rückweg über die Müritz wurde dann doch noch zu einem echten Erlebnis. Starker Wind von der Seite, es war nur noch im Schlingerkurs zu fahren, sonst hätte das Bötchen nur noch geschaukelt. Da flogen dann aber mal richtig die ungesicherten Teile von rechts nach links und wieder zurück. Ich glaube Brigitte war leicht angespannt, zu mindestens hat sie es vorgezogen sich an mich festzuhalten. Im Schlingerkurs hieß dann, dass ich das Boot immer im Winkel von 30° bis 45° Grad zu den Wellen gefahren habe und damit wir vorwärts kamen mal noch Backbord in die Wellen rein, dann mal nach  Steuerbord im den Wellen leicht von Achtern. War schon ein bisschen spannend und ich war froh später wieder in ruhigeren Gewässern zu sein.

Dann war es aber auch schon soweit und die letzten Manöver in den Marina von  Eldenburg standen an. Rückwärts an die Tanke heran. Ging gut mit Bug- und Heckstrahlruder. Dann die letzte Fahrt mit der „schönen Lise“ zum Nachtquartier. Einer der Hafenmeister, der uns auch das Boot übergeben hat, ist dann mit gefahren und hat mir erklärt wie es geht. Eigentlich einfach, aber mir fehlt die Übung. Teilweise war ich auf dem richtigen Weg, aber dann im letzten Moment auch wieder zu ängstlich. Aber auch bei dieser Aktion kamen wir nicht ohne Bug- und Heckstrahlruder aus. Falls mal jemand ein Boot hat, dass auch mal ne Beule ab kann, bitte mir zum Üben zur Verfügung stellen.

Ja, nun liegen wir nach einer traumhaften Woche mit einem Hausboot wieder am Startpunkt und müssen packen. Es war ein Traum, den wir immer geträumt haben und uns nun erfüllt haben. Es ist die Ruhe pur gewesen und trotzdem gab es immer was zu tun. Diese Nacht werden wir noch an Bord verbringen. Morgen früh werden wir die Übergabeprozedur wieder zurück machen. Den Bollerwagen mit unseren Plören voll packen und dann geht es noch einige Tage nach Kühlungsborn in eine Ferienwohnung. Von dort werde ich mich noch mal mit einem Abschlussbericht melden.

Bis dahin und viele Grüße von der schönen Mecklenburgischen Seenplatte

Brigitte und Frank

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Rückreise angesteuert

Hallihallohallöli,

nachdem wir in der Luxusmarina in Wolfsbruch eine angenehme Nacht verbracht haben sind wir wieder im Hafen am Strandhotel in Mirow. Hier ist es einfach gemütlich und familiärer. Wolfsbruch war zwar nett, aber es waren viele Charterboote von LeBoat dazwischen. Ein echtes Gemeinschaftsgefühl kam erst auf als 2 Berliner Pärchen eintrafen, die mit einem Kormoran (Hausbootart, dass an ein altes Schiff erinnert) unterwegs waren. Ansonsten hatte man nen netten Hotelanschluss und hätte dort ins Hallenbad und in die Sauna gehen können.

Wir haben es nicht nehmen lassen unsere schöne „Lise“ in der erster Reihe vor den Restaurants zu parken. Die Kleine machte richtig was her und wurde zum begehrten Fotoobjekt, dies konnten wir prima von der Pizzeria aus beobachten. Als echtes Highlight hatten wir dort einen Bäcker mit verschiedenen Brötchen und Kuchen.

Da wir Dienstagmorgen „Lise“ wieder abgeben müssen, müssen wir uns auch wieder auf den Rückweg machen. Ist in 2 Etappen recht gemütlich. Da heute die Schleusen auch einiges leerer waren als gestern haben wir einiges an Zeit gespart. Diese Zeit haben wir dann auch sinnvoll genutzt und das Deck geschrubbt. Eigentlich sollte der Kapitän nur die Oberaufsicht machen, aber die Kombüsenchefin hatte da leider eine andere Idee. Also musste ich im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen.

Da wir dabei gerade in einer ruhigen Bucht vor Anker gegangen sind, konnte ich es mir nicht nehmen lassen an diesem herrlichen sonnigen Tag gleich mehrere Schwimmeinlagen im See zu geben. Traumhaft erfrischend und ein geiles Gefühl um so ein großes Bötchen herum zu schwimmen. Brigitte konnte es sich aber auch nicht verkneifen das kühle Nass zu geniessen.

Die Schleusen waren die ersten Male spannend. Aber ab der 3. war alles schon Routine und jeder weiß was zu tun ist. Brigitte ist schon die Königin an den Leinen. Anlegen, ablegen, Seil über Poller werfen, in Schleusen ein Seil in den Haltepunkten einlegen und das Boot halten, Seile Helfern angeben, Seile ordentlich aufwickeln und bereit legen. Alles macht sie ganz toll. Bin Stolz auf die Kleine. Und an Engstellen und in den Schleusen weist sie mich auch prima ein wie es sich für eine gute FollowMeFrau gehört. So kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, Kommandos geben und Bötchen fahren.

Das rückwärts einparken oder seitlich Stege anfahren, wie ich es in der Fahrschule gelernt habe, habe ich hier aufgegeben. Habe einfach zu viel Angst, die schöne „Lise“ zu verbeulen. Nehme daher sicherheitshalber immer die Hilfsmittel Bug- und Heckstrahlruder.

Morgen geht es dann recht schnell zu unserer letzten Schleuse, die dann auch den höchsten Hub mit über 3,50 Meter hat. Runter war schon recht spannend, aber rauf wird wohl etwas ungemütlich. Dann strömt Wasser in die Schleuse und das Boot zieht kräftig an den Leinen. Wenn man als Erster in der Schleuse ist, bekommt man die ganze Wucht ab. Aber die Position kann man sich nicht aussuchen. Geschleust wird nach der Reihe und nicht nach Schönheit.

Danach noch bis zur „Kleinen Müritz“ im engen Kanal und dann an Rechlin vorbei in die Müritz. Wenn wir Zeit haben werden wir noch einen kleinen Abstecher in den „Müritzarm“ zum Schwimmen machen. Der Weg über die Müritz wird ungefähr 2,5 bis 3 Stunden dauern, da kann ich „Lise“ auch mal unter Vollgas fahren. Den Abend werden wir dann nach dem Tanken und „Schwarzwasser“ absaugen im Heimathafen verbringen.

Leider gab es auch heute nichts spannendes mehr zu berichten, aber wir erleben jeden Tag eine ganz tollen Urlaub mit neuen Erfahrungen. Es ist Ruhe pur in Natur pur. Wir genießen es absolut.

Bis morgen.

Viele Grüße
Brigitte und Frank

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Nun geht es endlich auf Tour

Hallo Freunde,

heute morgen war es endlich soweit, der Sturm hat in der Nacht nachgelassen, so dass wir das Boot klar zum Auslaufen machen konnten. Davor gab es natürlich noch einige elementare Entscheidungen zu treffen und sich auf die Fahrt vorzubereiten. Ganz so wie mein Bootstrainer es empfohlen und eingebläut hat.

Die erste Entscheidung wurde noch am Vorabend getroffen: wir werden nicht bis zum Plauer See fahren, sondern direkt über die Müritz bis nach Röbel und von dort nach Rechin in die Kleine Müritz.

Natürlich habe ich dann am Morgen entschieden, dass wir erst einmal ein kleinen Abstecher in den Kölpinsee machen. Dauert vielleicht eine halbe Stunde und es ist eine gute Übung erst einen etwas kleineren See anzusteuern.

Also für Punkt 9:30 war die Ablegen der „Lise“ aus dem Yachthafen Eldenburg angesagt. Als erstes wurde vorher noch die genaue Route in der Karte angesehen und die Gefahrenstellen inspiziert. Auch habe ich mich natürlich über den Wasserstraßenverlauf und die Betonung informiert. Danach wurde Brigitte eingewiesen, was wie zu tun ist um Missverständnisse zu vermeiden und die Manöver ordentlich durchzuführen. Danach habe ich die starke Sturmvertauung gelöst, bis nur noch eine Leine übrig war. Für diese war dann Brigitte verantwortlich und musste unsere „Lise“ noch bis zur Abfahrt auf Position halten. Wäre schließlich ungünstig noch im Heimathafen eine nebenliegende Yacht zu rammen.

Also ging es dann so ungefähr Punktgenau um 9:30 los. Maschine starten – geiler Sound. Brigitte informiert – jetzt gehts los, und los ging es: das Manöver auslaufen im engen Hafenbecken über Backbord hat reibungslos geklappt. Die ersten Meter waren eine völlige Herumkurbelei am Ruder. Aber bei langsamer Fahrt ging es dann Richtung Westen zum Kölpinsee. Hierbei handelt es sich um eine etwas engere Wasserstraße die Müritz und den Kölpinsee verbinden. Zwischendrin hatten wir Gegenverkehr, aber auch dieses wurde mit etwas mehr Kurbelei als nötig gemeistert und wir haben sicher den Kölpinsee erreicht. Ola die Waldfee, da merkte man schon, dass es noch recht windig war und Windstärke 3 mächtig Wellen machen kann – gut wahrscheinlich bin ich als Anfänger etwas empfindlich was das angeht. Aber es war ein Vorgeschmack auf die Müritz.

Also ging es nach einem kurzen Abstecher wieder zurück über den Kanal am Yachthafen Eldenburg vorbei unter die erste enge Brücke durch gen Osten zur Müritz. So langsam kam auch das Gefühl für die Ruderei, alles läuft mit etwas Verzögerung und nicht so direkt wie beim Auto. Wahrscheinlich werde ich hiernach den Blog „Autofahren im Ruderstil eines Bootes“ scheiben. OK das wird dann wohl richtig spannend, wenn dann halt mal sehr gemächlich die Steuerung betätig wird. Aber Schluß jetzt mit den Abweichungen vom Thema.

Die Müritz wurde sicher erreicht, ohne jemanden zu behindern, ohne wirkliches Gefahren produziert zu haben. Also völlig entspannt. Das große Gewässer flößte schon gehörig Respekt ein. Dann ging es mit „Lise“ Richtung Süden nach Röbel zu unserem ersten Stop und Besichtigungstour. Natürlich haben wir uns erst einmal orientiert und sind brav der Betonung folgend in die Bucht von Röbel eingefahren. Zwischendurch haben wir dann mal eine Abstecher zum Fotoshooting nach Schloss Klink gemacht. Das Motiv war Schloss Klink vom Boot aus. Unterwegs habe ich dann auch immer mehr Gefühl für die Steuerung bekommen. Nach gut 1 1/2 Stunde hat Brigitte das Ruder übernommen und „Lise“ bis kurz vor Röbel gebracht. Hier war natürlich mehr los als auf der Müritz und es galt die gelernten Vorfahrtsregel zu beachten und die Segler nicht zu überfahren und die Kanuten leben zu lassen.

Im Hafenbecken von Röbel galt es dann ein schönes Plätzchen zum Anlegen zu finden Brigitte wurde an die Leinen geschickt und musste einweisen. Gottseidank war nicht viel los im Hafen und ich konnte mir eine leere Doppelbox zum Rückwärtsanlegen aussuchen. Was soll ich sagen: beim ersten Mal habe ich „Lise“ sauber in die Box hereinbuchsiert, trotz eines immer noch lebhaften Wind.  Für alle die nun schon dachten es wäre wieder spannend geworden – Nein, es hat gut geklappt – ich hatte ja Platz ohne Ende – Smile. Ich gebe aber auch zu, dass ich dieses Mal nicht die sportliche Version ohne Bug- und Heckstrahlruder gewählt habe. Sondern ich habe alle Hilfsmittel genutzt und vorher bewußt auch mal im freien Wasser geübt. Also gibt es für mich heute Abend die für Hilfe eingeplante Flasche Bier on Top.

Röbel selber ist eine von diesen typischen Städten im Osten, vieles ist schon wieder aufgebaut aber es gibt immer noch Gegenden die eine Aussenstelle des Deutschen Museums sein könnten. Einmal den Ort rauf und runter hat gereicht, ne Windmühle besichtigt; im Supermarkt mit ner netten Flasche Wein eingedeckt und die Tüte Chips nicht vergessen. Für Brigitte gab es noch Obst. Da wir pünktlich zur Mittagszeit angekommen sind und Brigitte direkt die Backfischbude auf dem Wasser entdeckt hatte gab es leckeren frischen Backfisch mit leckeren Pommes. War wirklich gut. Hat lange gedauert und war voll. Scheint also ein Geheimtipp zu sein.

Nach dem Essen Ablegen wie beschrieben – problemlos geklappt und dann wieder auf die Müritz um den Weg nach Rechlin zu finden. Hier war in der Karte ein gefährlicher Bereich mit Steinen eingezeichnet und man sollte tunlichst nicht die Abkürzung nehmen und wirklich die Leuchttonne „Baben Schwerin“ nördlich umfahren. Bei der Suche nach der Tonne habe ich leider nicht so weit nach links geschaut wie erforderlich und daher die falsche Tonne an versiert und damit dann doch fast unabsichtlich die Abkürzung genommen. Mich wunderte zwischendrin, dass mein Echolot (das ist ein Tiefenmesser) immer weniger Wassertiefe anzeigte. Irgendwann sah ich dann die Leuchttonne an Backbord so dass ich noch gut ausweichen und den richtigen Kurs nehmen konnte.

Das war aber schon das Spannendste heute. Brigitte hat dann wieder das Ruder übernommen und ich konnte etwas entspannter in der Gegend herumschauen. Kurz vor Rechlin wurden dann wieder auf Gefahren hingewiesen und der Schiffsverkehr wurde auch wieder mehr. Da habe ich dann übernommen und ohne wirkliche Probleme brav der Betonnung folgend unser heutiges Ziel, den Yachthafen von Rechin angesteuert. Dieses Mal hieß es seitliches Anlegen. Hatte ich ja in den Vorbereitungen und in der Prüfung schon gemacht. Also mit spitzem Winkel auf den Steg zu, auskuppeln, Ruder zur See, aufstoppen, sitzt. Brigitte ist nun schon langsam fit im Anlegen. Vertauen, zum Hafenmeister, zahlen, Sonne genießen. Für die Freunde der spannenden Anlegemanöver – Sorry gab nix zu meckern.

Leider haben wir aber festgestellt, dass nun der Wind und die Wellen unsere „Lise“ in schaukeln versetzte. Ist ja doch immer noch lebhafter Wind. Nach einer kleinen Radtour nach Rechlin Nord haben wir uns dann mit Zustimmung von Hafenmeister entschieden das Boot in eine Parkbucht hinter dem Betonsteg umzuparken. Also wieder Ablegen und ab auf die andere Seite zum rückwärts einparken. Dieses Mal ohne komfortabler unbelegter Doppelbox. Auf dem 2. Stellplatz stand noch ein kleines Sportboot. Also langsam anfahren, aufstoppen, Ruder nach Steuerbord legen, Leerlauf, „Lise“ wie sie soll mit dem Heck zur Parkbucht. Joker ziehen und mit dem Heckstrahlruder aufstoppen (der Wind drückt doch noch), Ruder gerade legen, langsame Fahrt rückwärts, kurze Korrektur mit dem Bugstrahlruder, weiter rückwärts, kurz Heckstrahlruder, weiter Rückwärts, nochmal mit dem Bugstrahlruder den Kurs anpassen, Maschine aufstoppen – fertig. Vertauen, dieses mal hat man sich wie, normalerweise im Hafen geholfen und Leinen angenommen und alles leichter passend gemacht. Aber nichts desto trotz auch das dritte Anlegemanöver sauber ausgeführt. Nichts zu meckern.

Danach einem anderen Kollegen geholfen, er hatte sich gerade einen 31 Jahre jungen Verdränger gekauft und hat seit 9 Schleusen nur eine von 2 Maschine in Betrieb, bei der Anderen ist der Zahnriemen gerissen. Also steuert das Boot stark zu einer Seite. Aber der Junge war recht erfahren und hat trotz diesem Handicap die Yacht recht gut in die richtige Richtung bewegt, so dass wir sie in die Bucht hineinziehen könnten. Danach noch einen Schwatz übers Bootfahren und Yachten gehalten.

Das war es dann. Es ist nun halb elf abends und Deutschland scheint gerade das Spiel zu verlieren, zu mindestens sind unsere Nachbarn am Fluchen wie die Rohrspatzen, leider nicht auf Französisch. Morgen werden wir Richtung Mirow fahren, dort erwartet uns unsere erste Schleuse. Wenn alles glatt geht berichte ich morgen Abend.

Bis dahin viele Grüße

Brigitte und Frank

 

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Stürmische Nacht

Moin,

hier mein Bericht von dieser Nacht. Die Geräuschkulisse war schon recht spannend, das Wackeln hielt sich in Grenzen und das Plätschern der Wellen gegen die Bordwand waren gewöhnungsbedürftig. Aber ansonsten haben wir gut geschlafen.

Leider haben wir hier immer noch Windstärke 5. Dies wird sich bis heute Abend auch nicht ändern. So haben wir nach dem Einkaufen (Bier ganz wichtig) entschieden diese Nacht noch hier zu bleiben. D

as Fahren wäre nicht problematisch, aber das anlegen – das übe ich dann lieber noch mal, wenn weniger Wind da ist. Will ja nicht in jedem Hafen bekannt werden wie ein bunter Hund.

Also gönnen wir uns heute einen ruhigen Tag und werden dann morgen frühzeitig losfahren und den Plauer See ansteuern. Wenn es passt versuchen wir am Yachthafen „Alt Schwerin“ noch ein Plätzchen zu ergattern. Dort sagten unsere Nachbarn soll es ein tolles Fischrestaurant geben. das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aber es kann auch sein, dass wir uns entscheiden und direkt über die Müritz Richtung Röbel fahren. Warten wir es ab, morgen wissen wir mehr.

Ansonsten erinnert mich das Ganze irgendwie an Camping. Man tingelt morgens in den Wasch- und Duschraum, macht sich dort fertig. Zum Duschen braucht man halt immer einen Euro, wenn man ihn vergisst, läuft man noch mal – oder hat Glück einen Euro geschenkt zu bekommen. Auch das steigert dann wieder den Bekanntheitsgrad.

Langweilig wird es auch nicht, zwischendurch kommt immer wieder ein Boot rein und man schaut zu wie es gehen kann und hilft, wenn es nicht ganz so gut klappt. Gerade bei Wind merkt man schon sehr die Erfahrung. Ansonsten nimmt man sich das Fernglas und schaut sich die Gegend an. Da es immer wieder regnet lohnt sich auch keine Radtour. Also tipper ich lieber ein paar Zeilen in mein Internettagebuch und hoffe, dass ihr beim lesen Spaß habt.

Bis bald

Brigitte und Frank